Pressemitteilung Bevor die Saat aufgeht - eine erfolgreiche Protest-Radtour am 9. und 10. April zu den Sächsischen Genmaisfeldern in Zabeltitz bei Großenhain, Leippe-Torno bei Hoyerswerda und Möhrsdorf bei Kamenz Am Samstag, den 9. April startete in Zabeltitz, als eine vom Gen-Anbau betroffene Gemeinde, in der nähe von Großenhain die Protest-Radtour mit ca. 35 TeilnehmerInnen und zahlreichen Zuschauern. Dort fand um 11 Uhr an der Kirche eine Eröffnungskundgebung statt. Zu Wort kamen Saskia Dellwing als Vertreterin des Aktionsbündnisses. Sie sprach über den aktuellen Stand des Gentechnik-Anbaus in Sachsen. Agnes Mocha ist betroffene Bio-Landwirtin aus Zittau. Sie fragte "Gentechnik ist die Anwort. Aber wie hieß das Problem? Die Probleme, die mit der Gentechnik "bekämpft" werden sollen, sind die Folgen von industrieller Landwirtschaft und der damit verbundenen Monokultur auf unseren Äckern. Die Alternative ist eine mit dem Boden verbundene bäuerliche Landwirtschaft, die den Bauern auch wieder ein gesundes Einkommen verschafft." Uwe Lehmann aus Großenhain, Insektenkundler der Nabu-Kreisgruppe war ebenfalls über den geplanten Genmaisanbau in seiner Region empört. Anschließend fuhren die Kundgebungsteilnehmer gemeinsam an den für den Genmais-Anbau vorgesehenen Feldern nach Nasseböhla und Skaup, um symbolisch Protest- und Warnschilder aufzustellen. Dabei zeigte sich daß die Agrargennossenschaft nicht untätig war. Sie hat tiefe Gräben auf dem Zufahrtsweg zum Feld eingearbeitet. Der Sinn dieser Aktivität erschloss sich den Teilnehmerninnen der Prostest-Radtour nicht. Vermutlich sollte es den Weg zum Genfeld erschweren. Trotz starken Regens erreichte die Gruppe am späten Sonnabendnachmittag die ebenfalls vom Genmais-Anbau bedrohte Gemeinde Leippe-Torno bei Hoyerswerda. Dort wurde in der Alten Schule von Leippe der Dokumentarfilm "Tote Ernte - der Krieg ums Saatgut" gezeigt. Den Film über die Folgen des Genrapsanbaus in Kanada schauten sich Anwohner aus Leippe-Torno, Hoyerswerda und die TeilnehmerInnen der Radtour an. Am Sonntag führte die Radtour nach Möhrsdorf und Oberlichtenau bei Kamenz. "Kurz vor Beginn der Genmais-Aussaat machen wir die Öffentlichkeit noch einmal auf das akute Problem des Gentechnikeinsatzes in der Landwirtschaft aufmerksam. Vor allem kommen wir mit den vielen betroffenen Menschen vor Ort in den für den Genanbau vorgesehenen Gemeinden ins Gespräch kommen: mit Bauern, Verpächtern und Bürgern, von denen uns seit Bekanntwerden der geplanten Anbauflächen täglich Anrufe mit besorgten Fragen erreichen." erläutert Milana Müller, Sprecherin des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, den Hintergrund der Aktion. "Wir informieren konkret über die in Zusammenhang mit der Agrogentechnik bestehenden Probleme, aber auch darüber, welche ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternativen es zum Gen-Anbau im Freistaat Sachsen gibt." Die Protest-Radtour wurde vom Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen organisiert. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ist ein Zusammenschluss von Verbraucherinitiativen, Bauernvereinigungen, Umweltverbänden und vielen weiteren Organisationen aus ganz Sachsen, der sich im April 2004 gegründet hat. www.sachsen-gentechnikfrei.de Für Presse-Rückfragen stehen Ihnen Milana Müller unter Tel.: 035203 31816 bzw. Saskia Dellwing am Tourtelefon 0176-60030007 vom Aktionsbündnis zur Verfügung. Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter www.sachsen-gentechnikfrei.de