Aussaat 2005 – aber ohne Genmais! Schon vor der Aussaat: Gen-Mais-Anbaufläche in Sachsen um mehr als 30 Prozent reduziert Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen startet Unterschriftensammlung gegen den Anbau von Genmais Die ursprünglich in Sachsen geplante Anbaufläche für Genmais wurde bereits vor der Aussaat um weit mehr als 30 Prozent reduziert. Bewirkt wurde dies durch Prosteste von Anwohnern, Landeigentümern, Kirchen, Umweltverbänden und vielen anderen Betroffenen. Dieses Resümee zog heute das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen auf der Landwirtschaftsmesse agra in Leipzig. "Nun kommt es darauf an, auch bei den verbliebenen Feldern die Landwirte zu überzeugen, von ihren gefährlichen Plänen Abstand zu nehmen," sagte Saskia Dellwing vom Aktionsbündnis. "Deshalb haben wir einen Offenen Brief an die potenziellen sächsischen Genmaisbauern verfasst, für den wir ab heute Unterschriften sammeln." Die Unterschriftensammlung startet zur agra und wir in den nächsten Wochen in ganz Sachsen weiterlaufen. Das Aktionsbündnis informiert auf der agra nicht nur über den geplanten Genmaisanbau in Sachsen, sondern berät auch bei der Gründung von gentechnikfreien Regionen. "Wir empfehlenallen Landwirten und Kommunen, die der Agrogentechnik kritisch gegenüberstehen, sich zu gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen, wie es schon vielerorts in Deutschland geschehen ist" rät Agnes Mocha, Bäuerin und Ziegenkäserin aus der Oberlausitz, "so können sie Zeichen setzen, dass Ernährungssicherheit und wirtschaftliches Überleben einer vielfältigen Landwirtschaft nur ohne Gentechnik möglich sind." "Wir sind auf der agra, um mit möglichst vielen Landwirten zum Thema Agro-Gentechnik ins Gespräch zu kommen," sagt Nicola Burgeff vom Hof Mahlitzsch, "Agro-Gentechnik bringt den Bauern bestenfalls kurzfristig einen wirtschaftlichen Vorteil, langfristig haben sie genau wie die Verbraucher das Nachsehen." Die schmerzlichen Erfahrungen der Gentechnikanbauern in den USA und Kanada zeigen, dass nur die Agro-Chemie-Konzerne dauerhaft vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen profitieren. Die Informationen zu den geplanten Genmaisstandorten basieren auf den Angaben des Standortregisters, das seit Anfang Februar im Internet einsehbar ist (www.bvl.bund.de) Aktuelle Informationen, diese Pressemitteilung und die Unterschriftenliste zum Downloadunter: www.sachsen-gentechnikfrei.de Ansprechpartnerin vor Ort während der gesamten Messezeit: Saskia Dellwing Telefon 0176 600 300 07