Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen Dresdner Straße 13a 01737 Tharandt Fon 035203-31816 Fax 035203-37936 koordination@sachsen-gentechnikfrei.de www.sachsen-gentechnikfrei.de >>Genmais in Skäßchen geplant<< >Erstes Gentechnik-Mais-Feld für Sachsen 2006 im Standortregister gemeldet< >Bevölkerung soll Auskunftsrecht nutzen< Gestern wurde das erste sächsische Feld für den Anbau von gentechnisch manipulierten Mais der Sorte MON-810 an das bundesweite Standortregister gemeldet. In Skäßchen, Gemarkung Krauschütz; Flurstück 538-550 soll auf einer Fläche von 10000 qm sogenannter Bt-Mais angebaut werden. "Wir halten den Freiland-Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen für verantwortungslos, "sagte dazu Milana Müller, Koordinatorin des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, "eine Politik, die wissenschaftlich fundierte Sicherheitsbedenken zugunsten von kurzfristigen Gewinnen der Agro-Chemie-Industrie beseite wischt, gefährdet unsere Ernährungsgrundlage und missachtet den Vebraucherschutz." Dieser Mais produziert permanent in der gesamten Pflanze ein Bt-Toxin. Damit soll der Befall des Maises mit den Larven des Maiszünslers verhindert werden. Nachdem die alte Bundesregierung die Zulassung von MON-810 aufgrund von Sicherheitsbedenken auf Eis gelegt hatte, erhielt der Genmais unter dem neuen Landwirtschaftsminister Seehofer alsbald seine Sortenzulassung und unterliegt in Deutschland damit im Anbau keinen Mengenbeschränkungen mehr. Mehrere EU-Länder (u.a. Österreich, Slowakei) haben dagegen den Anbau von MON-810 verboten, weil es große Sicherheitsbedenken gibt, die zum Zeitpunkt der europäischen Zulassung noch nicht bekannt waren. Die flurstücksgenaue Meldung der Felder ans Standortregister geht auf ein unter der damaligen Ministerin Künast verabschiedetes Gesetz zurück. Dadurch ist es möglich, dass sich von der Agrogentechnik betroffene Landwirte, Gärtner und Imker sowie die Verpächter und Bevölkerung genau über die Standorte und das Ausmaß des Gentechnikanbaus informieren können. Die schwarzrote Koalition bereitet eine Gesetzesänderung vor, die diese Auskunftsmöglichkeiten stark einschränken will. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ruft dazu auf, die Informationsrechte zu nutzen und sich im Anbauregister über die Anmeldungen von geplanten Gen-Ackern zu informieren. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen ist ein Zusammenschluss von Landwirtschafts-, Verbraucher- und Umweltorgnisationen sowie besorgten Bürger/innen aus Sachsen. Die Homepage des Standortregisters: http://www.bvl.bund.de/standortregister.htm Informationen zum Standortregister für Betroffene http://www.standortregister.de/ Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen http://www.sachsen-gentechnikfrei.de (wird erst im Laufe des Abends aktualisiert)