Landwirte in Sachsen arbeiten gentechnikfrei Aktionsbündnis erstellt Karte gentechnikfrei arbeitender Betriebe Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen erstellt eine Karte gentechnikfrei arbeitender sächsischer Landwirtschaftsbetriebe. "Wir möchten möglichst alle Betriebe erfassen, die ihre Flächen gentechnikfrei bearbeiten," sagt Jens Heinze vom Aktionsbündnis, "Wir rufen daher alle gentechnikfrei arbeitenden konventionellen und Bio-Betriebe auf, uns ihre Flächen zu melden." Die Mehrheit der sächsischen Landwirte arbeitet gentechnikfrei auf ihren Ackern. Durch Polleneintrag aus Genmaisfeldern ist auch bei ihrer Ernte das Qualitätsmerkmal "gentechnikfrei" gefährdet. Die Betriebe werden anonymisiert, aber mit Orts- und Flächenangabe im Internet veröffentlicht. Ein Rückmeldeformular kann im Internet unter www.sachsen-gentechnikfrei.de heruntergeladen werden. Betriebe ohne Internetanschluss bekommen das Formular auf telefonische Anforderung (035203-31816) per Fax oder Post zugeschickt.. Hintergrund: In Sachsen soll in diesem Jahr auf 17 Feldern mit einer Gesamtfläche von 271 Hektar Genmais angebaut werden. Das geht aus dem Standortregister (www.bvl.bund.de) hervor. Angebaut wird der Genmais MON-810, der gentechnisch so verändert wurde, dass die gesamte Pflanze ein Bt-Toxin produziert. Der Mais erhielt in Deutschland kürzlich eine allgemeine Sortenzulassung, obwohl er in anderen EU-Ländern aufgrund von Sicherheitsbedenken verboten wurde. Eine Karte der für 2006 angemeldeten Genmaisstandorte in Sachsen hat das Aktionsbündnis unter www.sachsen-gentechnikfrei.de Stichwort Sachsen-GenMaisAnbau veröffentlicht.