Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen Dresdner Stra?e 13a 01737 Tharandt Tel: 035203-37181 Mobil 0176-60030005 Kontakt: Jens Heinze, Swantje Kohlmeier Pressemitteilung und Presse-Einladung 24. Februar 2006 3. März: Bundesweiter Aktionstag „Keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller!“ Drei Aktionen in Sachsen Am 3. März findet in Deutschland ein Aktionstag für die gentechnikfreie Landwirtschaft statt. Initiativen, Kommunen, Aktionsbündnisse, Verbände, VerbraucherInnen, Bäuerinnen und Bauern werden in bunten, vielfältigen Demonstrationen und Aktionen in Städten und auf dem Lande ein deutliches politisches Signal für den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft zu setzen. Termine für Sachsen am 3. März: Dresden zur Neueröffnung des Bio-Marktes auf Vorwerk Podemus, Podemuser Ring 1, 01156 Dresden-Podemus 10-19 Uhr Informationsstand für VerbraucherInnen mit der Aktion „Bantam-Mais – frisch, frech, fruchtbar, frei“ des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen 10 Uhr Pressetermin: 10.000+ ha gentechnikfrei in Sachsen - Landwirte verpflichten sich freiwillig, ihre ?cker gentechnikfrei zu halten - eine Karte zeigt erstmalig die gentechnikfreien Flächen - vor Ort anschaulich und begreifbar: gute Lebensmittel brauchen keine Gentechnik! Leipzig Schaubühne ‚Lindenfels’ Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig Veranstalter: ?KOL?WE Umweltbund Leipzig e.V. 18 Uhr Filmvorführung "Leben au?er Kontrolle. Von Genfood und Designerbabies" (Westend Film & TV Produktion) Anlage: Hintergrundinformationen Links: Informationen bundesweit: www.keine-gentechnik.de, www.gentechnikfreie-regionen.de Informationen Sachsen: www.sachsen-gentechnikfrei.de Standortregister: www.bvl.bund.de, www.standortregister.de Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen Dresdner Stra?e 13a 01737 Tharandt Tel: 035203-37181 Hintergrund: Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft Gentechnikfreie Regionen, Kommunen und Höfe in Sachsen In Sachsen stellt das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft derzeit eine Karte gentechnikfreier Höfe zusammen. Erster Stand zum 3.3.2006: Rund 60 Landwirte verpflichten sich hiermit, etwa 10.000 ha gentechnikfrei zu halten. Leipzig hatte sich bereits im Juni 2005 zur gentechnikfreien Kommune erklärt. In Deutschland halten Anfang Februar 2006 gut 23.000 Landwirte eine Gesamtfläche von fast 1,56 Mio. Hektar garantiert und nachvollziehbar gentechnikfrei, darunter mehr als 22.000 Landwirte in 85 Gentechnikfreien Regionen mit mehr als 727.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche (ha LF). ?ber tausend weitere Landwirte haben in Einzelerklärungen für ihren Hof festgelegt: „Wir arbeiten ohne Gentechnik“. (www.gentechnikfreie-regionen.de) Gentechnikfreiheit ist ein Qualitätsmerkmal und ein Standortvorteil Auch wirtschaftlich spielt die Gentechnikfreiheit eine Rolle: „Gentechnikfrei“ ist ein Qualitätsmerkmal, mit dem sich Bauern Märkte für Qualitätsprodukte aufgebaut haben. Diese gilt es zu sichern. Auch gro?e konventionelle Lebensmittelhersteller und Mühlen (z.B. Hipp, Kampffmeyermühle) verlangen per Vertrag gentechnikfreie Lieferungen ihrer Lieferanten. „Die gentechnikanbauenden Länder, allen voran Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, setzen sich der Gefahr eines Standortnachteils aus, wenn sie weiterhin am Ausbau der Gentechnik festhalten“, gibt Jens Heinze vom Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen zu bedenken. Die Koexistenz der verschiedenen Anbauformen muss gesichert und Naturschutzgebiete vor der Gentechnik geschützt werden. Das bedeutet vor allem: Garantiert gentechnikfreie Landwirtschaft muss weiterhin möglich bleiben. Nach EU-Recht ist die Einrichtung Gentechnikfreier Regionen zur Zeit die einzige Möglichkeit, gro?räumig gentechnikfreie Gebiete zu schaffen. Agrogentechnik: Unumkehrbarkeit und ?ko-Risiken stellen Nutzen für Einzelne in Frage Die Agrogentechnik ist eine Technologie, deren Folgen unumkehrbar sind. Fehler können gravierende Auswirkungen auf die natürlichen und agrarischen ?kosysteme haben sowie auf die menschliche und tierische Gesundheit und Ernährungssicherheit. Dagegen steht ein fragwürdiger Nutzen: bislang profitieren ausschlie?lich Saatgut- und Pflanzenchemiekonzerne, von denen die Landwirte mit der neuen Technologie langfristig abhängiger werden. Der umfassende Schutz der gentechnikfreien Produktion muss daher nach Ansicht des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft höchste Priorität haben.