Eschdorf bleibt gentechnikfrei Genmaisanbau in Dresden-Eschdorf von Agrarbetrieb komplett zurückgezogen Knapp sechs Wochen lagen zwischen der Anmeldung einer Genmais-Fläche durch die Agrikultur GmbH Schönfeld im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und der nun veröffentlichten Mitteilung über die Rücknahme der Flächen. In dieser Zeit ist allerhand passiert - der Arbeitskreis gentechnikfreie Landschaft Schönfelder Hochland, ein Bündnis aus engagierten Bürgern und Mitgliedern in Fachverbänden, hatte sich gegründet und das Vorhaben öffentlich gemacht. Die Agrikultur GmbH Schönfeld wurde nach eigenen Aussagen "mit Briefen bombardiert", die viele Dresdener Bürger an die Agrikultur richteten, zahlreiche Gespräche fanden hinter verschlossenen Türen statt. Doch der Rückzug ist für die Engagierten kein Anlass zur Freude, weitere knapp 570 ha Genmais sind in Sachsen geplant. Diese Entwicklung sehen die Bürger als sehr ernst an. "Wir müssen mit den Bauern zusammen arbeiten. In bestimmten Landkreisen wird b.t.-Mais angebaut, weil man offenbar nichts verpassen will und den kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg im Blick hat. Dieser aber trügt. Über längerfristige Risiken, Wirtschaftlichkeit und pflanzenbauliche Alternativen wird viel zu wenig nachgedacht.", sagt Torsten Kohl vom Arbeitskreis gentechnikfreie Landschaft Schönfelder Hochland. "Wir sind gespannt, ob die Agrikultur im nächsten Jahr einen neuen Versuch startet. Wir stehen jedenfalls in den Startlöchern und unterstützen die Engagierten in den anderen Anbaugebieten.", so Kohl weiter. Rückfragen an: Torsten Kohl, GRÜNE LIGA Regionalverein Dresden e.V. Tel.: 0351.4943353 mobil: 0178.1745567 Marina Drescher, Gönnsdorf Tel.: 0351.2690320 Christiane Bense, BUND-Gruppe Meißen, Tel.: 03521.400234 email an: gentechnikfreies-hochland@web.de